Ein Welpe zieht ein

 

...und zwar ein ganz Besonderer.

 

 

Ein kleiner Bulldog wurde auserkoren, die Herzen seiner neuen
Familie zu erfreuen.

Alle freuen sich auf die Ankunft des kleinen Dicken und man wird
ihn ganz viel knuddeln und lieb haben...

Spätestens eine Stunde nach der Ankunft wird man aber schnell merken, dass der Kleine nicht nur knuffig und süß ist, sondern dass
er auch lebhaft und aufgedreht sein kann und vor allem, dass er auch was
ausscheidet. Das nämlich Pipi und Gacki aus ihm rauskommt und das ist dann auf einmal gar nicht mehr so süß, sondern stinki und iiiihhhhh!!!

 

Deshalb folgendes zum Welpenkauf:

 

Ein Welpe bedeutet nicht nur Freude, sondern auch viel Arbeit
und vor allem viel Pipi und Co. wegmachen und das nicht nur einmal täglich.

Wer sich davor ekelt und um teure Teppiche oder Parkettböden fürchtet, sollte sich den Welpenkauf schnellstens wieder aus dem Kopf schlagen.

Ein Welpe versucht alles kennen zu lernen.

Er knabbert gerne und viel und wenn er kein oder zu wenig Spielzeug hat, dann sind es die Möbel an denen er mit Vorliebe rum kaut.


Wenn er Langeweile hat, fallen ihm tausend Dinge ein, die eine pedante Hausfrau möglicher Weise nicht verkraften kann.

Schnell wird der Kleine zur Belastung, die Freude am Welpen weicht, die Belastung überwiegt und der Welpe wird mehr und mehr ausgegrenzt.

Wenn sich eine Familie mit Bulldogwunsch noch nicht richtig darüber im Klaren ist, dass ein Welpe viel Aufopferung und später
auch der große Hund Dreck und Arbeit bedeutet, dann wird es nun höchste Zeit, auch an die Nachteile der Hundehaltung zu denken.

 

 

Der Welpe macht sein Geschäft zu Beginn im Haus und es kann einige
Wochen dauern, bis er stubenrein ist.

Das sind sehr viele kleine Pfützen und Häufchen täglich.

In dieser Zeit muss man ihn genau beobachten, ihm besonders viel Aufmerksamkeit schenken, ihm liebevoll beibringen, dass er seine Pfützchen und Häufchen draußen machen soll und man muss ständig für ihn da sein.

Man muss auch schon mal Nachts raus ...



 

Er will auch beschäftigt werden.

Er will spielen, lernen, rum toben und vor allem in seinem neuen Rudel, nämlich seiner Menschenfamilie als vollwertiges Mitglied aufgenommen werden.

Das heißt, er will mit auf die Couch und wenn schon nicht im Bett, dann will er zumindest sein Körbchen auch im Schlafzimmer, neben seiner Familie haben und er will überall dabei sein.



 

Er will nicht den ganzen Tag alleine sein. Alleine sein muss er erst lernen und auch später ist ein Bulldog, der länger als 5 Stunden pro Tag alleine ist, ein sehr armer Bulldog. Er fühlt sich einsam und verlassen, wird traurig und depressiv und dann später wird er eventuell Untugenden
entwickeln, die der Mensch gar nicht leiden kann.



Er will auch was vom Mittagstisch und ich persönlich gebe meinen Bullys auch was ab.

Es stört mich nicht wenn sie betteln.

Bullyleute sind Gott sei Dank meist anders und sehen das alles nicht so eng.

Sie freuen sich wenn ihr Dicker kommt wenn sie ihn rufen, wenn er wenigsten Sitz macht auf Kommando (auch wenn es 10 mal gesagt werden muss), mehr wollen sie nicht von ihm und das ist gut so.

Das sind echte Bulldogleute.

 

Es gibt jedoch auch Hundefreunde, die möchten einen sehr gut erzogenen und nicht bettelnden Hund. Einen der nie nervt und auf Kommando alles macht und zwar plötzlich!

Diesen empfehle ich ohne wenn und aber, sich nach einer anderen Rasse umzusehen.

 

Der Bully ist zwar durchaus erziehbar, aber er ist ein Hund der Dinge nur macht, wenn man ihn überzeugen kann, dass es auch Sinn macht
dies zu tun.

Er ist eigentlich kein Dickkopf, er ist eine Persönlichkeit und wer keinen anderen Gott neben sich dulden kann, sollte vom Bulldogkauf absehen und sich keinen oder einen Gebrauchshund mit angeborenem Kadavergehorsam zulegen.

 

Der Bully mag keine lauten Stimmen und laute Kommandos.

Man bittet ihn dies oder jenes zu tun oder manchmal auch etwas nicht zu tun und man wird viel Freude mit ihm haben, weil er nicht zur Dominanz neigt und Aufsässigkeit eben nicht sein Ding ist.

 

Er liebt jeden, er kläfft nicht, er ist freundlich und wird weder feindselig noch bösartig werden, wenn man liebevoll mit ihm umgeht, viel Zeit mit ihm verbringt, sich mit ihm austobt, mit ihm abhängt und ihm auch seinen eigenen Kopf lässt.

Warum also sollte man ihn mit zu viel Erziehung und Strenge nerven?

Er ist süß so wie er ist. Ein treuer Kumpel und Freund, ein liebenswürdiger mutiger Kerl, den man einfach nur lieb haben muß.

Wir sagen auch mal NEIN!, wenn einer unserer Bullys was
dummes macht.

Im Großen und Ganzen dürfen sie aber so sein, wie sie
sind und wir kommen bestens mit ihnen klar.

Alle unsere Bullys sind harmonisch und freundlich und es gibt keine Probleme.

Sind Sie in der Lage, Ihren Bully richtig gern zu haben, ohne
wenn und aber und macht Ihnen Arbeit und Schmutz nichts aus? Können Sie damit Leben, wenn es passiert und der kleine Bully sein Geschäft
im Haus verrichtet oder der große Bully mal in die Ecke kotzt, weil er wieder zu gierig gefressen hat?

 

Können Sie verkraften, wenn der Bully blähtund einen fahren lässt, dass sich Ihnen die Fußnägel hoch rollen? Wie sieht es aus? Wird Ihnen schlecht, wenn er mal stinkt?

Macht es Ihnen was aus, wenn jemand schnarcht? Ja? Na dann
vielleicht doch besser kein Bully. Manche von ihnen sägen ganze Wälder um in einer Nacht.

Sie geben manchmal komische Geräusche von sich, sie sind nicht immer
einfach und oft auch aufdringlich, sie riechen ab und zu unangenehm - sie sind eben anders.

 

Was? Sie sind noch immer an einem Bully interessiert?

Na, dann würden wir vorerst mal davon ausgehen, dass ein Bully eventuell zu Ihnen passen könnte und dann sind wir möglicherweise zu Überzeugen und vielleicht bereit, einen kleinen Bulldog an Sie ab zu geben.

 

Nach einem Besuch bei uns und in einem ausführlichen Gespräch, werden wir Ihnen auf den Zahn fühlen und dann entscheiden, ob ein Welpe
aus unserer Zucht bei Ihnen einziehen darf.

 

Keine Panik - das ist nicht schlimm, aber notwendig.

Zum Wohle der Dicken, die einen guten Platz verdienen.

Wir züchten nicht, um unsere Welpen dann in Tierheimen wieder zu finden, oder um sie in ungeordnete und chaotische Verhältnisse abzugeben.

Wir hoffen, dass uns unsere Menschenkenntnis auch in Zukunft nicht im Stich lässt und wir wie bisher tolle Familien für unsere Kleinen finden.

Wir möchten uns nämlich nicht sorgen müssen um unsere Babys.

Wir lieben unsere Bullys und sie sollen es besonders gut haben.



 

 

 

 

 

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